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YOGASTILE

Hast du dich schon einmal gefragt, was der Unterschied zwischen den vielen verschiedenen Yogastilen ist? Hier findest du eine kurze Beschreibung der 5 Stile, von welchen du Elemente in meinen Stunden findest. Und ganz unten einen, der dich vielleicht positiv überraschen wird... Übrigens ist jeder Yogastil für alle Level geeignet, da ich dir immer verschiedene Varianten einer Übung zeige. 

Samha Yoga Reutte, Yogastile: Hatha Yoga

HATHA YOGA

Hatha Yoga ist der bekannteste aller Yogastile und maßgeblich verantwortlich dafür, dass sich Yoga von Indien ausgehend bei uns im Westen verbreiten konnte. Hatha ist sozusagen die Mutter aller Yogastile, aus welchem sich viele weitere (moderne) Yogastile entwickelt haben. Der Name ist Sanskrit, wobei „HA“ Sonne, Kraft und „THA“ Mond, Stille bedeutet.

 

Hatha vereint Körperübungen (=Asanas), Atemübungen (=Pranayama) und Meditation, die perfekte Mischung aus allem sozusagen. Asanas werden üblicherweise länger gehalten und nacheinander ruhig ausgeführt, philosophische Elemente runden den vielfältigen Stil ab. 

VINYASA/POWER YOGA

Yinyasa oder Power Yoga ist ein dynamischer und kreativer Yogastil, bei welchem die einzelnen Körperübungen (=Asanas) fließend miteinander verbunden werden. Dabei liegt der Fokus nicht auf der genauen Ausrichtung einzelner Übungen, sondern mehr auf der Verbindung dieser und darauf, mit dem Atem in einen Fluss zu kommen.

 

Bei diesem Stil ist der Weg das Ziel und Zugang ist der Körper, weswegen dieses Yoga auch „Meditation in Bewegung genannt“ wird. Ideal für Bewegungshungrige und Kopfmenschen, denen es schwer fällt, abzuschalten.

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Samha Yoga Reutte, Yogastile: Iyengar Yoga

IYENGAR YOGA

Iyengar Yoga hat den Namen von seinem Gründer B.K.S. Iyengar und ist ein Stil, bei welchem der Fokus auf präziser Ausführung der Übungen liegt. Hier finden all deine Yoga-Hilfsmittel wie z.B. Yogablock und Gurt (auch Props genannt), ihren Einsatz. Sie unterstützen die jeweilige Haltung und sorgen dafür, dass du die Asanas viel intensiver wahrnimmst und noch mehr Entspannung aus der Praxis mitnehmen kannst.

 

Neben den Körperübungen (=Asanas) wird auch den Pranayamas (=Atemübungen) viel Aufmerksamkeit geschenkt. Iyengar ist präzise und strukturiert und ideal für Perfektionisten und praktisch veranlagte Menschen. 

YIN YOGA

Jeder kennt das Symbol von Yin und Yang, wobei Yin den entspannenden und Yang den aktiven Part darstellt. Yin Yoga wirkt nach außen hin vielleicht unspektakulär, ist aber sehr tiefgreifend und transformierend.

 

Im Gegensatz zu typischen "Yang"-Stilen wie z.B. Vinyasa wirkt es nämlich nicht nur auf Ebene der Muskeln, sondern auch in tieferliegenden Schichten wie Faszien, Sehnen und Bändern. Das wird dadurch erreicht, dass die speziellen Yin-Übungen für mehrere Minuten gehalten und dabei vor allem sitzend oder liegend ausgeführt werden. Im Yinyoga fließen auch Elemente aus der chinesischen Meridianmedizin, dem Taoismus sowie Buddhismus ein. 

Samha Yoga Reutte, Yogastile: Yin Yoga
Samha Yoga Reutte, Yogastile: Hormon Yoga

HORMON-YOGA

Unsere Hormone bestimmen jeden Part unseres Leben mit. Wenn sie aus der Balance geraten, können die Auswirkungen verheerend sein. Die spezielle Übungsreihe des Hormonyoga nach Bettina Bantleon (Schülerin von Dinah Rodriguez), wirkt mit bestimmten Übungen gezielt auf unsere Hormondrüsen und deren Ausbalancierung. Es ist ideal geeignet bei hormonellen Dysbalancen, Wechseljahresbeschwerden, Kinderwunsch, PMS, Zyklusproblemen und mehr. Die spezielle Übungsreihe lernst du in einem eigenen Workshop bzw. in einem mehrwöchigen Kurs, kommende Termine findest du unter Buchen oder Events & Workshops.  

Wichtiger Hinweis: da Hormon-Yoga sehr effektiv wirkt, darf es in manchen Fällen nicht oder nur nach Absprache mit einem Arzt geübt werden. Wie zum Beispiel bei einer Schwangerschaft, nach der Entbindung, bei akuten Bandscheibenvorfällen, großen Myomen, starker Endometriose, hormonsensitiven Tumoren oder nach Operationen im Herz- und Bauchbereich. Bei Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenknoten werden die Übungen angepasst.

TANTRA YOGA

Nicht das, was du vielleicht denkst...

Zu guter Letzt möchte ich auf etwas eingehen, was in den letzten Jahren oft aus dem Kontext gerissen wurde und zu Unrecht in Verruf geraten ist. 

 

Zu aller erst: Tantra ist mehr eine Yogaphilosophie denn ein Stil und der Ursprung ALLER Yogaarten, auch Hatha Yoga und jeder andere Stil sind daraus entstanden. Tantra ist Sanskrit und bedeutet unter anderem "Verbindung", wobei damit das Verweben unserer individuellen, persönlichen Energie mit der universellen (oder wenn du magst: göttlichen) Energie gemeint ist. Laut der Philosophie des Tantra sind wir alle Eins und es gibt keine Trennung. Und wo keine Trennung besteht, gibt es auch kein Besser oder Schlechter, kein Gut oder Böse.

 

Dabei wird die Verbindung dieser manchmal auch weiblich (Shakti, schöpferisch, beweglich) und männlich (Shiva, Pures Sein, unbeweglich) genannten Energie oft wortwörtlich genommen und mit sexuellen Praktiken in Verbindungen gebracht, welche nichts mit dem ursprünglichen Tantra zu tun haben.

Aber zurück zum originalen Tantra: mir ist es wichtig, diesen oft argwöhnisch betrachteten Begriff ans Licht zu holen. Denn durch die Philosophie des Tantra lernst du mit einem liebevollen Bewusstsein, jede Erfahrung anzunehmen und nicht in „gut“ oder „schlecht“ einzuteilen. Von dort aus kannst du alles akzeptieren und es einfach das sein lassen, was es ist. Unglaublich beruhigend für unseren immerzu hektischen und bewertenden Monkey Mind, nicht wahr? 

Samha Yoga Reutte, Yogastile
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